Göttinger Institut für Presseforschung
 
Bisherige Studien

Studien über die Medien Südniedersachsens. Bearbeitung: 2010 bis 2014, Bearbeiter: Simon Ledder, Stefan Matysiak. Erschienen als: Stefan Matysiak (Hg.): Von braunen Wurzeln und großer Einfalt. Südniedersächsische Medien in Geschichte und Gegenwart. 2. Auflage, Norderstedt: BoD 2016. Inhalt: die Geschichte der Göttinger Presse in der Weimarer Republik, im Nationalsozialismus und nach 1945; das Konzentrationsgeschehen in der Tagespresse Südniedersachsens zwischen 1945 und 2014; die Geschichte der Medienwissenschaft an der Universität Göttingen; die Qualität von Südniedersachsens Tagespresse und Anzeigenblättern in den 1990er Jahren; die Entwicklung des regionalen/lokalen Rundfunkangebots.

Studie zum Engagement deutscher Zeitschriftenverlage in China. Bearbeitung: 2012. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: China: "Der Markt ist riesig". In: Journalist Nr. 3/2013, S. 62-65; Inhalt: Die Studie beschreibt das Engagement deutscher Zeitschriftenverlage in China. Thematisiert werden etwa die rechtlichen Begrenzungen des Engagements, die hohen Auflagen und die positive Entwicklung der Anzeigenmärkte.

Studie zur Gegenwart und Zukunft der US-amerikanischen Tagespresse: Bearbeitung: 2012. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: Weniger bedrucktes Papier. Niedergang der Tagespresse in den USA ist ungebrochen - Flucht ins Internet. In: Medienmagazin M Nr. 1/2013, S. 38-40. Inhalt: In der US-amerikanischen Zeitungsbranche herrscht Endzeitstimmung. Die Auflagenzahlen sind in den 2010er Jahren noch unter den Stand des Jahres 1950 gefallen, und auch die Anzeigenerlöse sind so niedrig wie seit 1953 nicht mehr. Diese Abwärtsentwicklungen geschahen, obwohl sich die Einwohnerzahl der USA im selben Zeitraum verdoppelte. Angesichts der Misere verzichten immer mehr Verlage darauf, ihre Tageszeitungen jeden Tag in die Briefkästen zu stecken und verlegen sich stattdessen aufs Internet. Selbst die Großstadt New Orleans muss inzwischen ohne eine täglich gedruckte Zeitung auskommen. 

Studie zu Gegenwart und Zukunft der deutschen Lokalpresse.  Bearbeitung: 2012. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: Ein überlebtes Modell? Deister-Leine-Zeitung in Barsinghausen nach 126 Jahren eingestellt. In: Medienmagazin M Nr. 2/2012, S. 22-23. Inhalt: Das Verschwinden der 126 Jahre alten Deister-Leine-Zeitung ist symptomatisch für die Zukunft der deutschen Lokalpresse: Die Anzeigenmärkte kollabieren, die Auflagen brechen ein. Die Wirtschaftsberatungsgesellschaft A.T. Kearney erwartet, dass bis zum Jahr 2025 in Deutschland etwa jeder vierte Zeitungsverleger vom Markt verschwinden wird. 

Studie zur Entwicklung der Tagespresse in Ostdeutschland von 1989 bis 2010. Bearbeitung: 2011. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: Auf einmal gab es Pressefreiheit. Die Entwicklung der Tagespresse in Ostdeutschland von der 'Wende' bis heute. In: Deutschland Archiv online 1/2011, hrsg. v. d. Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. Inhalt: Die Studie beschreibt die Entwicklung der ostdeutschen Presse nach 1989, angefangen vom Traum von Pressevielfalt bis zur eintönigen Presselandschaft, die heute existiert. Für diese Eintönigkeit wird in der Forschung die Presseprivatisierung der Treuhand verantwortlich gemacht: Dadurch konnte sich die frühere SED-Presse Monopole sichern, während in der Wendezeit neu gegründete Zeitungen nie eine Chance hatten. Die Studie belegt erstmals, dass die Neugründungen weniger an der Treuhand als am Unvermögen ihrer westdeutschen Verleger scheiterten.

Studie zur Qualität der Nachrichten auf den Webseiten seriöser Printmedien. Bearbeitung: 2011. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: Schnell und oberflächlich. Zur Qualität des Online-Angebots klassischer Medien. In: Telepolis, 17.2.2011. Inhalt: Die Nachrichtenportale seriöser Printmedien sind von minderer Qualität. 90 Prozent aller Portale stellen fehlerhafte Texte genau so fehlerhaft online, wie sie sie von den Nachrichtenagenturen geliefert bekommen.

Studie zur Statistik der ostdeutschen Tagespresse. Bearbeitung: 2009. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: Die Entwicklung der DDR-Presse. Zur ostdeutschen historischen Pressestatistik. In: Deutschland Archiv Nr. 1/2009, S. 59-73. Inhalt: Erstmals publizierte Daten zur DDR-Pressestatistik klären u.a. folgende Fragen: Welche Auflagen erreichten die Tageszeitungen der DDR? Inwiefern entstanden Unterschiede zwischen den einzelnen DDR-Parteien (LDPD, CDU, NDPD, SED)? 

Studie zur Nachkriegsgeschichte des deutschen Zeichentrickfilms.
Bearbeitung: 2009. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: Fieber-Zeit. Göttingen war nicht nur Filmstadt, sondern beherbergte in der Nachkriegszeit das größte deutsche Zeichentrickfilm-Studio. In: faktor Nr. 3/2009, S. 24-28. Inhalt: 1949 begannen in Göttingen die Dreharbeiten zum ersten abendfüllenden Zeichentrickfilm Deutschlands. Mit "Tobias Knopp – Abenteuer eines Junggesellen" begann auf dem Gebiet des Zeichentricks die Nachkriegszeit. Die Göttinger Trickfilmer hatten zwar den Anspruch, den Disney-Studios Konkurrenz zu machen, scheiterten jedoch. Anstelle von Kinofilmen wurden sehr populäre Werbetrickfilme produziert. Erste Veröffentlichung über die Göttinger Trickfilmer, prämiert mit dem Alexanderpreis 2010.

Studie zur Geschichte der ostdeutschen Altverleger.
Bearbeitung: 2008. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: Zwischen den Stühlen vergessen. Die ostdeutschen Altverleger und ihre Aktivitäten im westdeutschen Exil. In: Deutschland Archiv Nr. 5/2008, S. 867-876. Inhalt: Die ostdeutschen Altverleger galten nach dem Mai 1945 als nicht mehr existent. Diese Berufsgruppe war jedoch nicht verschwunden, sondern sammelte sich in Westdeutschland, um dort einen Exilverlegerverband aufzubauen und die Wiederherausgabe ihrer Zeitungen zu betreiben. Die Studie beschreibt die zuvor völlig unbekannten Aktivitäten des Verbands und der Exilzeitungen.

Studie zur Wiederentstehung der Journalistengewerkschaft und des Zeitungsverlegerverbands nach dem Zweiten Weltkrieg. Bearbeitung: 2006/07. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: Umfassende Kooperation als Lehre. Nach dem Zweiten Weltkrieg: ein Unternehmerverband von Zeitungsverlegern in einer Journalistengewerkschaft. In: Deutschland Archiv Nr. 2/2007, S. 256-264. Inhalt: Die Studie beschreibt den Neuaufbau der Sozialbeziehungen von Gewerkschaft und Arbeitgeberseite im Berlin der Jahre nach 1945. Weil im sowjetischen Sektor keine Arbeitgeberverbände gegründet werden durften, die neue Journalistengewerkschaft aber einen Verlegerverband für den Abschluss eines Tarifvertrags benötigte, nahm sie die Verleger als Abteilung in die Gewerkschaft auf.

Studie zur Medienpolitik der US-amerikanischen Besatzungsverwaltung im Irak ab 2003. Bearbeitung: 2006. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: Nachkriegsdeutschland als Blaupause? Informationskontrolle und Propaganda beim Neuaufbau des Irak. In: Journal for Intelligence, Propaganda and Security Studies Nr. 2/2007, S. 28-41. Inhalt: Als die US-Armee im Jahr 2003 im Irak die Macht übernahm, wollte sie das Land von Grund auf neu aufbauen. Als Vorbild galt der Neuaufbau Deutschlands nach 1945. Die Studie thematisiert erstmals, wie sehr sich die Pressepolitik beider Ereignisse unterschied. Während die Eingriffe in die deutsche Presse sehr weitgehend waren, wurden die Medien im Irak kaum kontrolliert. Das war ein zentraler Grund für das Scheitern der US-amerikanischen Besatzungsverwaltung. Die Studie beschreibt die in den Nachkriegsstaaten betriebene amerikanische Pressepolitik und ihre Unterschiede und bietet eine Gesamtdarstellung der irakischen Medienlandschaft.

Studie zum Engagement westlicher Medienkonzerne bei den Radiosendern Mittel- und Osteuropas: Bearbeitung: 2005. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: Osteuropa lockt Investoren. Internationale Konzerne zielen auf das Radio in den ehemals kommunistischen Staaten. In: Broadcast Magazine Nr. 4/2005, S. 22-25. Inhalt: Die Studie beschreibt erstmals die Entwicklung des Rundfunks in Mittel- und Osteuropa. Das öffentlich-rechtliche Radio ist diskreditiert. Neben deutschen Radiosendern engagieren sich auch viele andere ausländische Unternehmen finanziell und mit Beratung bei den neuen Privatsendern. Das ist lukrativ, denn der Werbemarkt boomt, wenn auch auf niedrigen Niveau. Allerdings verbrennen viele Akteure Geld. Die Studie enthält Abbildungen und Tabellen zu den Themen Besitzstruktur ost- und mitteleuropäischer Radiosender, Entwicklung der Radio-Werbeeinnahmen 2000-2004, Anteil des Radios an Werbeaufwendungen 2003 und Informationen darüber, wie stark die Hörer dem Radio vertrauen.

Studie, wie Tageszeitungen ihr Gründungsdatum berechnen und ihre Geschichte bestimmen.
Bearbeitung: 2005. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: Zwischen Traditionsbildung und Traditionverweigerung. Zu den Konstruktionsmechanismen von Tageszeitungstradition durch die Verlage. In: Jahrbuch für Kommunikationsgeschichte Nr. 7/2005, S. 122-146. Inhalt: Die Studie zeigt anhand der beiden ältesten deutschen Tageszeitungen, der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung und des Hanauer Anzeigers, nach welchen (bis dato unbekannten) Gesetzmäßigkeiten Verleger ihren Zeitungen Tradition zuweisen. Zeitungstradition entsteht, obwohl es Traditionsbrüche bei der (mehrfach wechselnden) Eigentümerschaft, den (mehrfach wechselnden) Zeitungsnamen und beim (wechselnden) Zeitungstypus gibt. Ungeachtet dieser Brüche lassen sich zehn Kategorien destillieren, die in jeweils unterschiedlichen Kombinationen den bislang von der Forschung inhaltlich nicht systematisch analysierten Traditionsbegriff ausmachen können. Traditionsbildend wirken können etwa politisch-inhaltliche Kontinuitäten, Kontinuitäten des Produktionsortes oder unternehmensrechtliche Kontinuitäten.

Studie zur staatlichen und innerparteilichen Lenkung der Blockparteipresse der DDR. Bearbeitung: 2004/05. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: Doppelte Anleitung. Zur parteiinternen Presselenkung der Blockparteien. In: Deutschland Archiv Nr. 3/2005, S. 478-487. Inhalt: Die Studie analysiert erstmals, auf welche Weise neben der SED und den staatlichen Behörden auch die Blockparteien ihre Zeitungen inhaltlich gängelten. 

Die Entwicklung der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung von 1705 bis 2005. Bearbeitung: 2005. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: 
Dreihundert Jahre ›Hildesheimer Allgemeine Zeitung‹. Traditionsbildung und publizistische Entwicklung einer Heimatzeitung. 300 Jahre Hildesheimer Presse. In: Verlag Gebrüder Gerstenberg (Hg): 300 Jahre ›Hildesheimer Allgemeine Zeitung‹. Seitenblicke. Hildesheim 2005, S. 21-49. Inhalt: Die beschreibt die Geschichte von Deutschlands ältester Tageszeitung, arbeitet dazu deren zenteralen Lebensphasen heraus.

Studie über das betriebswirtschaftliche Modell der Tageszeitung "taz": Bearbeitung: 2005. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als:
Die Zeitung als gesellschaftliches Reformprojekt - die ›Tageszeitung‹ als Beispiel für wirtschaftliche Anpassungsleistungen der Unternehmen der ›moralischen Ökonomie‹. In: Akkumulation. Informationen des Arbeitskreises für kritische Unternehmens- und Industriegeschichte Nr. 19/2004, S. 29-40. Inhalt: Die Studie beschreibt am Beispiel der taz die nicht Gewinn maximierenden Aufgaben jener Medien, die sozialreformerischen Zwecken dienen wollen. Etwa Zeitungen, die die Funktion haben, soziale Bewegungen zu finanzieren; die die Funktion haben, einer sozialen Bewegung als Sprachrohr zu dienen; die die Funktion eines Forums für soziale Bewegungen haben oder die als soziales Modell im Bereich der Arbeitsbeziehungen eine Vorbildfunktion erfüllen sollen. Die Studie beschreibt die taz als Teil dieser „moralischen Ökonomie“ und erläutert die Anpassungsleistungen, denen die taz ihr Überleben verdankt.

Studie zum geheimdienstlichen Einfluss der Volksrepublik China auf taiwanesische Medien. Bearbeitung: 2004. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: Taiwan. Sprachrohre des großen Bruders. In: Zeitschrift für Kulturaustausch Nr. 1/2005, S. 10-11. Inhalt: Die Ein-China-Politik der Volksrepublik hat zum Ziel, das unabhängige Taiwan wieder in das Mutterland zu integrieren. Um dieses Ziel zu erreichen, versucht Peking die Inhaltwe der taiwanischen Medien zu beeinflussen. Die Studie beschreibt den Medienkrieg der beiden Kontrahenten. 

Studie zum internationalen grenzüberschreitenden Konzentrationsgeschehen bei der Tagespresse
Bearbeitung: 2004. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: Medienausländer auf Distanz. Grenzüberschreitende Pressekonzentration: Fehlanzeige. In: epd medien Nr. 72/15.9.04, S. 6-10. Inhalt: Die Studie beschreibt, dass die Tagespresse (anders als alle anderen Medien) vor dem grenzüberschreitenden Konzentrationgeschehen weitestgehend geschützt sind, und erläutert die Gründe.

Studie zur globalen Entwicklung der kostenlosen Pendlerzeitungen. Bearbeitung: 2004. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: Weltweit täglich kostenlos. Internationale Trends zur Gratispresse. In: Journalist Nr. 7/2004, S. 33. Inhalt: Verlage wie Metro oder Schipsted expandieren mit ihren Gratiszeitungen auf allen Kontinenten. Die Studie beschreibt den Stand der Verbreitung des Genres und erläutert die Bedingungen des Erfolgs. 

Der Presseneuaufbau in Ostdeutschland nach 1945. Bearbeitung: 2004. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als:  Vom Nationalsozialismus zum Kommunismus. Die ostdeutsche Nachkriegspresse zwischen Kontinuität und Neubeginn. Inhalt: Bilder, die den Neuanfang der ostdeutschen Presse nach dem Zweiten Weltkrieg als radikal und vollständig illustrieren, prägen bis heute - zu unrecht - sowohl die ost- als auch die westdeutsche Pressegeschichtsschreibung. Tatsächlich war der Presseneuaufbau in der SBZ/DDR durch eine Vielzahl von Kontinuitäten bestimmt.

Studie zum Presseneuaufbau durch die britische Militärverwaltung in Deutschland nach 1945. Bearbeitung: 2002. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: Die Wiedergeburt der Hildesheimer Lokalpresse 1945. In: Hildesheimer Jahrbuch Bd. 74/2002, S. 217-238. Die Studie listet erstmals vollständig die britische Heeresgruppenzeitungen und gibt Angaben zu deren Auflagenbeschreibt den Stand der Verbreitung des Genres und erläutert die Bedingungen des Erfolgs. 

Studie zur Presseentwicklung in Belgien. Bearbeitung: 2001. Bearbeiter: Stefan Matysiak. Erschienen als: Alles unter einem Dach. Zur Pressekonzentration in Belgien. In: Journalist Nr. 4/2001, S. 80-82. Inhalt: Die Studie untersucht die Folgen der Pressekonzentration in Belgien. Zwar gibt es im gnzen Land noch mehr als ein Dutzend Tageszeitungen, die Zahl der Verlage nimmt jedoch deutlich ab. Dieser Konzentrationprozess führt dazu, dass sich Zeitungshäuser erstmals jenseits der französisch-flämischen Sprachgrenze engagieren. Weltanschaulich stark unterschiedlich geprägte Zeitungen erscheinen zusehends unter einem gemeinsamen verlegerischen Dach. Die Studie bietet eine quantitative Übersicht über die belgische Tagespresse sowie deren Auflagen und erläutert die Besitzverhältnisse.

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Stefan Matysiak: Bilder, die einen vollständigen Neuanfang der deutschen Presse nach dem Zweiten Weltkrieg illustrieren, prägen bis heute sowohl die ost- als auch die westdeutsche Pressegeschichtsschreibung. Der ostdeutsche Presseneuaufbau gilt als besonders konsequent, da er neben der Entnazifizierung zugleich den frühzeitigen sozialistischen Wandel der Eigentumsformen einschloss. Die vorliegen-de Arbeit untersucht dagegen die verlegerischen Kontinuitäten der Zeit nach 1945: Die Pressegeschichte der ostdeutschen Nachkriegszeit hat nicht - wie vielmals behauptet - mit einem Blackout oder einem Vakuum begonnen, die Entwicklung der ostdeutschen Vorkriegspresse brach nicht mit der Kapitulation am 8. Mai 1945 vollständig ab. Diese Inhalte finden Sie auf der Seite http://www.matymedia.de/Presseentstehung-DDR.html Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den nach dem Kriegsende weiter bestehenden Zeitungen, die auf den ersten Blick nicht in das bisherige Bild der Pressegeschichte passen wollen, nachzuspüren. Dabei wird gefragt, in welchem Ausmaß traditionelle Zeitungen oder Verlage das Kriegsende und die Enteignungen überstanden, welche Rolle die alteingesessenen Zeitungen in der Nachkriegszeit spielten und wie sie in das politische Konzept der Sowjetischen Militäradministration passten. Schließlich wird geklärt, inwieweit die alteingesessenen Verlage einen Beitrag beim Aufbau eines neuen ostdeutschen Pressewesens leisteten.

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Stefan Matysiak: Warum Verlagsgeschichtsschreibung? Verlagsgeschichte als Kapital für die Zukunft Gerade bei Engagements im Bereich neuer Medien oder anderer noch junger Geschäftsfelder können Verlage ihre langjährige Unternehmensgeschichte ideal als Kapital für ihre Zukunft nutzen.  Für Verlage gelten dabei die gleichen Gesetze wie für andere Unternehmen: Eine möglichst lange Unternehmenstradition dient im Geschäftsverkehr als werbewirksamer Nachweis großer Erfahrung und langjährigen Erfolgs. Den Kunden gilt eine lange Unternehmensgeschichte als Nachweis für Solidität, Seriosität und Sicherheit. Speziell im Pressewesen steht eine lange Tradition stellvertretend für eine "von Generationen geschulte journalistische Technik", beschrieb bereits 1928 der Zeitungsforscher Otto Groth. Auch die heutigen Leser wissen: Ein Verlag mit langer Geschichte arbeitet traditionellerweise seriös und solide. Ein Verlag, der durch seine langjährige Geschichte beweist, dass er bei gedruckten Medien seit 100, 150 oder 200 Jahren hohe Qualität geliefert hat, schafft auch für seine neuen Geschäftszweige eine Glaubwürdigkeit, über die andere Konkurrenten am Markt nicht verfügen.  Markenartikel haben Geschichte Seit langem gelten Tageszeitungen deshalb als ein "Mega-Markenartikel", so der Geschäftsführer der Verlagsgesellschaft Madsack, Friedhelm Haak. Diese Inhalte finden Sie auf der Seite http://www.matymedia.de/verlagsgeschichtsschreibung.html .  Um dieses Potenzial stärker zu nutzen, wurde auf der BDZV-Verlegertagung 2002 empfohlen, das Ansehen dieser Marke auch auf andere Geschäftsbereiche auszuweiten. Hierzu gehören etwa Online-Portale, SMS-Serviceleistungen, Ticketverkaufs- oder Reisebürodienste, Buchhandel oder Postdienstleistungen. Der Vorteil des historisch gewachsenen Markenartikels 'Zeitung' sollte nicht verschenkt werden.  Zeichen der Verlässlichkeit auch in neuen Geschäftszweigen Gerade angesichts der Beliebigkeit vieler schnell entstehender und ebenso schnell wieder verschwindender Firmen kann die lange Tradition eines Zeitungsverlags auch in dessen neuen Geschäftszweigen als Beweis hoher Verlässlichkeit dienen. Eine öffentlichkeitswirksam präsentierte langjährige Unternehmenstradition schafft so Vertrauen bei den Kunden, vermittelt den Eindruck von Stabilität und setzt im unübersichtlichen Angebot der Konkurrenten Maßstäbe.  Die Geschichte eines Verlags bietet folglich die Chance, als Mittel des Marketings genutzt zu werden - und das auch in Geschäftszweigen jenseits der Zeitungsproduktion. Ein Verlag kann somit auf ein Potenzial zurückgreifen, über das viele andere Unternehmen nicht verfügen. Und der offensive Umgang mit der Unternehmenstradition stärkt nebenbei auch den Stolz und das Selbstbewusstsein der Mitarbeiter und damit deren Leistungsfähigkeit.

(c) Stefan Matysiak, Stefan: [Besucherzähler]